ERFOLGSGESCHICHTE

Seit über 50 Jahren ist OBI GmbH & Co. Deutschland KG (OBI) ein fester Bestandteil der internationalen „Do it Yourself“-Branche und hilft Kunden beim Verschönern ihres Zuhauses. Als freundlicher, familienorientierter Händler unterstützt das Unternehmen Heimwerkerprojekte von der Gartengestaltung über die Badplanung bis hin zu Reparaturen. Auf dem Weg zu Europas erster Anlaufstelle für Home & Garden möchte das Unternehmen mit einem großem Werkzeug- und Produktsortiment sowie ganzjährig blühenden Pflanzen punkten. OBI ist an 644 Standorten in zehn Ländern vertreten – davon in Deutschland mit 348 Filialen – und beschäftigt rund 40.000 Mitarbeitende. Der DIY-Retailer erzielte 2024 einen Umsatz von 8,2 Milliarden Euro (4,2 Milliarden Euro davon in Deutschland) und hat in Deutschland einen Markenbekanntheitsgrad von 93 %.

OBIs Anforderungen überstiegen die Möglichkeiten der intern entwickelten PIM-Lösung. Die bestehende Lösung stieß zunehmend an ihre Grenzen: Manuelle Prozesse führten zu Ineffizienzen, lange Bearbeitungszeiten verzögerten die Markteinführung, inkonsistente Produktdaten beeinträchtigten die Qualität und länderspezifische Anforderungen erschwerten die Einhaltung interner und externer Standards. Deshalb war der DIY-Retailer auf der Suche nach einem umfassenderen, automatisierten und flexiblen PIM, um die Genauigkeit der Produktdaten zu verbessern und einen wachsenden Produktdatenkatalog über mehrere Länder hinweg zuverlässig zu verwalten.
OBI’s Anforderungen für ein neues PIM umfassten:
Der Evaluierungsprozess erfolgte in zwei Phasen: Zunächst fand eine Produktdemo mit den späteren Anwendern statt, um einen praxisnahen Einblick in das System zu geben. Anschließend wurde die Lösung technisch bewertet, um festzustellen, wie gut sich die Lösung in die bestehende Systemlandschaft integrieren lässt, und inwiefern die Lösung hinsichtlich ihrer Funktionalität überzeugen kann – also ob sie langfristig tragfähig und zukunftssicher ist.
Im Zuge der Überprüfung erkannte das Team mehrere zentrale Ansatzpunkte, um die operativen Abläufe zu verbessern und die Zukunftsfähigkeit des Systems zu gewährleisten. Der Fokus lag dabei auf
In einem schnelllebigen Marktumfeld sind effiziente und gut abgestimmte Prozesse entscheidend, um auf Trends und Veränderungen zeitnah reagieren zu können. Bei OBI bedeutet es, im wettbewerbsintensiven Einzelhandel stets einen Schritt voraus zu sein, dass die Prozesse rund um Produktdaten perfekt getaktet und höchst effizient ablaufen.
Aus operativer Sicht erfordern bestimmte Produktkategorien, dass spezifische Schritte zu genau definierten Zeitpunkten abgeschlossen werden. Wenn beispielsweise ein neuer Trend im Markt aufkommt – etwa Akustikpaneele – muss das OBI-Team schnell reagieren können. Müssen die Produktdaten vorher noch optimiert werden, verzögert sich die Veröffentlichung der Produkte, sodass andere Anbieter mit bereits optimierten durch bessere SEO und gezielte Kampagnen mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Hier waren die internen Prozesse manchmal nicht schnell genug, da die Produktdaten erst angereichert werden mussten. Das Ziel des Unternehmens ist es, sich stärker am Markt zu orientieren, agiler zu werden und schneller handeln zu können – um nach Bedarf auf die ständig neu aufkommenden Markttrends direkt zu reagieren.

Um in unterschiedlichen Ländern erfolgreich zu sein, setzt OBI auf klare, sprachlich präzise Kommunikation, die sich an den lokalen Bedürfnissen und Erwartungen der Kunden orientiert. So kommuniziert OBI beispielsweise in den 10 Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, in der jeweiligen Landessprache. Der Schwerpunkt bei den die Produktseiten liegt auf Deutsch, aber auch andere Sprachen wie Französisch und Italienisch in der Schweiz werden angeboten.
Bei den Produktdaten achtet der DIY-Retailer darauf, dass die lokalen Seiten bei den Kunden nicht den Eindruck erwecken, als sei eine zentrale deutsche Verwaltung dahinter. Je nach Land ist das Struktur mehr zentralisiert oder mehr dezentralisiert. Bei den Produktdaten – also jene Informationen, die Kunden bei ihrer Kaufentscheidung nutzen – wird jedoch sichergestellt, dass sie sprachlich exakt und zielgruppengerecht aufbereitet sind.

Eine weitere große Herausforderung für das OBI-Team ist die Komplexität ihres Produktkatalogs.
Die kundenorientierten Produktdaten – also die Produkte, die Kunden präsentiert werden sollen – fließen in den OBI-Produktkatalog ein. Der Katalog differenziert nicht zwischen Einzelhandels- und Partnerprodukten, sondern umfasst sämtliche Artikel, die OBI verkauft. Zudem gibt es Unterschiede in der Distribution: Einige Produkte sind ausschließlich online erhältlich, andere nur in den Filialen, und einige Sortimente sind länderspezifisch. Darüber hinaus gibt es Hybridmodelle für physische und digitale Kanäle.
Um diese Komplexität zu bewältigen, ist eine robuste, flexible und zentral gesteuerte Lösung erforderlich, die verschiedene Datenquellen verarbeiten, unterschiedliche Vertriebsmodelle unterstützen und zugleich eine konsistente Darstellung über alle Kanäle und Länder hinweg gewährleisten kann.
Besonders viel Zukunftspotenzial sieht OBI in der strategischen Weiterentwicklung seines Partnernetzwerks. OBI legt einen neuen Schwerpunkt auf seine Produktpartner und erweitert so sein Produktsortiment. Wichtig ist es, die Partner in die Produktinformationsstrategie einzubeziehen, um Qualitätsstandards auf verschiedenen Ebenen zu definieren und in das neue System zu überführen. Unterstützt werden diese durch Workflows und automatisierte Prozesse, die es ermöglichen, von den Stärken marktüblicher Lösungen, insbesondere in Bereichen wie KI und Produktdatenmanagement, zu profitieren.
Durch die verstärkte Einbindung der Produktpartner kann OBI sein Sortiment nicht nur erweitern, sondern auch gezielt qualitätsgesicherte und lokal angepasste Produktinformationen bereitstellen. Dabei spielt das neue Syndigo PIM-System eine zentrale Rolle: Es ermöglicht die Definition und Einhaltung von Qualitätsstandards auf verschiedenen Ebenen und unterstützt die reibungslose Integration der Partnerdaten in das zentrale System.
Dieser Ansatz garantiert nicht nur Datengenauigkeit, sondern maximiert auch das Wachstumspotenzial sowohl für den stationären Handel als auch für digitale Marktplätze. Mit dieser Lösung kann OBI schnell auf Marktveränderungen reagieren, das Kundenerlebnis verbessern und Ressourcen für Innovation und strategisches Wachstum freisetzen.
Die Zusammenarbeit mit Syndigo und Advellence als erfahrenem Implementierungspartner sorgt dafür, dass OBI eine zukunftsfähige, skalierbare und flexible IT-Architektur erhält. Diese bildet das stabile Fundament für nachhaltige digitale Transformation und erfolgreiche Expansion im In- und Ausland.
Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hat für OBI Priorität – ebenso wie vollständige und präzise Produktinformationen, damit Kunden fundierte Entscheidungen treffen und Produkte gezielt vergleichen können. Dies ist entscheidend für eine hohe Kundenzufriedenheit. Und nicht zuletzt: wirkungsvolles Marketing. OBI auf die hohe Qualität der Produktdaten vertrauen können, um diese gezielt in Kampagnen einzusetzen.
Der regulatorische Rahmen wird zunehmend komplex – viele Vorgaben sind unmittelbar mit der Qualität der Produktdaten verknüpft. Die Gewissheit, dass ihre Daten diesen Standards entsprechen, schafft Sicherheit und verschafft ihnen einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Gleichzeitig steigt der Stellenwert von Nachhaltigkeit. Immer mehr Verbraucher achten gezielt auf Umwelt- und Sozialkriterien bei Produkten – und erwarten entsprechende Informationen. Für OBI rückt daher auch die Nachhaltigkeits-Compliance stärker in den Fokus. Um gezielt Maßnahmen ergreifen und die Datenqualität kontinuierlich verbessern zu können, müssen Nachhaltigkeitsdaten strukturiert erfasst, ausgewertet und gemeldet werden.
Mit dem PIM-System von Syndigo als zentrale Datenplattform erhält OBI die nötige Transparenz und Kontrolle über sämtliche Produktinformationen – einschließlich nachhaltigkeitsrelevanter Attribute. Die Lösung unterstützt die Nachverfolgbarkeit dieser Informationen, erleichtert die Einhaltung aktueller ESG-Anforderungen und stärkt das Vertrauen der Kunden in die Marke durch verlässliche, faktenbasierte Kommunikation.
Diese Entwicklung von OBI wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Das Unternehmen beginnt jetzt mit Phase Eins, in der es darum geht, die Grundlage für einen einheitlichen Produktkatalog zu schaffen, der die verschiedenen Geschäftsmodelle - Einzelhandel, Großhandel und Partnerschaften – zusammenführt. Dazu gehören die Erstellung integrierter internationaler Ansichten für den globalen Katalog und die Einführung unterstützender Prozesse in den einzelnen Ländern.
In Phase Zwei liegt der Fokus auf der Optimierung der Arbeitsabläufe der Content Manager und Datenmanager, indem gezielt die Funktionen des Syndigo PIM genutzt werden. Die Ziele sind eine höhere Effizienz, eine bessere Datenqualität, eine präzisere Einhaltung von Vorschriften sowie mehr Kontrolle und Transparenz über das Sortiment und die Produktdaten.
Die weiteren Projektphasen befinden sich derzeit noch in Planung. Im Fokus stehen dabei eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung, mehr Automatisierung und flexible, lernende Prozesse, mit denen sich die Produktdatenanreicherung intelligent und effizient gestalten lässt. Außerdem will OBI definieren, wie das Onboarding in Zukunft gehandhabt werden soll und wie sich Produktlebenszyklen sowie die Time-to-Market besser steuern lassen – wichtige Fragen, gerade im Zusammenspiel von Partnergeschäft, stationärem Handel und E-Commerce.
OBI arbeitet kontinuierlich daran, seine Produktinformationen zentral, flexibel und skalierbar zu verwalten. Ziel ist neben der starken Basis des PIM ein einheitlicher, zukunftsfähiger Ansatz für Master Data Management und Syndizierung – als solides Fundament für nachhaltiges Wachstum. Parallel dazu gestaltet OBI aktiv die Zukunft des DIY-Handels mit und festigt seine Position als erste Anlaufstelle für Haus- und Gartenprojekte in Europa. Denn mit der richtigen Datenbasis gilt bei OBI: Alles machbar.