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ERFOLGSGESCHICHTE

Wie bessere Daten Beiersdorf-Produkten zu mehr Präsenz im Handel verhalfen

Syndigo Syndigo

Beiersdorf steht seit über 140 Jahren für innovative, hochwertige Haut- und Körperpflegeprodukte sowie wegweisende Hautforschung. International führende Marken wie NIVEA, EUCERIN, LA PRAIRIE und HANSAPLAST überzeugen Tag für Tag Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Namhafte Marken wie Aquaphor, Coppertone, Chantecaille, Labello, 8×4, atrix, Hidrofugal, Maestro und Florena ergänzen das breite Portfolio im Unternehmensbereich Consumer. Über die hundertprozentige Tochtergesellschaft tesa SE ist Beiersdorf zudem einer der weltweit führenden Hersteller technischer Klebebänder und selbstklebender Systemlösungen für Industrie, Gewerbe und Endverbraucher.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 8,8 Mrd. Euro sowie ein betriebliches Ergebnis (EBIT) von 1,2 Mrd. Euro. Beiersdorf beschäftigt weltweit über 20.000 Mitarbeiter, die durch gemeinsame Werte, eine starke Unternehmenskultur und den Beiersdorf Purpose Care Beyond Skin miteinander verbunden sind.

Mit seiner C.A.R.E.+ Strategie verfolgt das Unternehmen ein mehrjähriges Investitionsprogramm, das auf wettbewerbsfähiges, nachhaltiges Wachstum abzielt. Das Programm steht im Einklang mit der ambitionierten Nachhaltigkeitsagenda von Beiersdorf, die einen klaren Mehrwert für Verbraucher, Gesellschaft und Umwelt schafft.

Ausgangslage

Mit der Syndigo-Lösung führte Beiersdorf das erste PIM-System im Unternehmen ein. Ohne eine zentrale Technologie zum Pflegen, Managen und Bereitstellen von Produktinformationen standen Vertrieb und Marketing vor großen Herausforderungen. Die Vertriebsmitarbeiter mussten beispielsweise die für den Vertrieb grundlegenden Informationen aus SAP exportieren. Doch nicht nur der Zugriff auf diese Informationen war schwierig. Die Daten waren auch nicht kundenorientiert aufbereitet. Das Marketing stand vor der Herausforderung, eine einheitliche Produktkommunikation zu gestalten – mit länderspezifischen Excel-Listen, die alle unterschiedlich gepflegt wurden, war das kaum zu bewältigen. Da zudem Themen wie die Website-Präsenz und der Online-Shop anstanden, führte an der Einführung eines zentralen PIM-Systems kein Weg vorbei.

Ziele

Ziel des Implementierungsprojekts war es zunächst, den Webauftritt des Unternehmens mithilfe eines zentralen Product Information Management-Systems zu unterstützen und schrittweise weitere Länder und Marken einzubinden. Damit sollte das PIM als unternehmensweite Single Source of Truth für alle Produktdaten etabliert werden. Dies umfasste auch einen Veränderungsprozess, um das neue System in den Arbeitsweisen der Mitarbeiter in allen Landesorganisationen zu verankern. Im Laufe der Jahre kamen weitere Anforderungen hinzu, die sich vor allem auf die Integration des PIM mit anderen Kanälen auswirkten. Schließlich sind die kontinuierliche Weiterentwicklung der Data Governance und die ständige Optimierung der Datenqualität wichtige Ziele für Beiersdorf.

Im Gespräch mit Christian Renz

Herr Renz, was war für Beiersdorf ausschlaggebend, ein PIM-System einzuführen?

Der Bedarf entstand tatsächlich an vielen Stellen gleichzeitig. Vor der PIM-Einführung war der Außendienst beispielsweise bei Kundenkontakten auf SAP-Exporte angewiesen, die natürlich weder verkaufsfördernd noch kundenorientiert waren. Diese Excel-Listen enthielten nur rudimentäre Produktinformationen, aber nichts, was aus Vertriebssicht hilfreich gewesen wäre. Daher wurde der IT mitgeteilt, dass der Vertrieb Tools für den Kundenkontakt benötigt, in denen die Produktdaten entsprechend aufbereitet sind. Auch in anderen Unternehmensbereichen war der Bedarf groß, da die benötigten Produktinformationen aus verschiedenen Excel-Listen zusammengetragen werden mussten und die Kommunikation aufgrund der inkonsistenten Datenpflege nicht einheitlich gestaltet werden konnte. Da zudem die Website und der Online-Shop anstanden, war klar, dass wir ein PIM-System einführen mussten.

Was musste die PIM-Lösung können und wie haben sich die Anforderungen im Laufe der Jahre verändert?

Eine unserer wichtigsten Anforderungen war die Benutzerfreundlichkeit, und sie ist auch heute noch ein zentrales Thema – die Nutzerfreundlichkeit muss kontinuierlich optimiert werden, damit die Anwender so einfach wie möglich im System arbeiten können.

Eine weitere wichtige Anforderung war die Integrationsfähigkeit des Systems. Dies gilt sowohl für die Integration mit SAP, wo wir sehr viele produktrelevante Daten pflegen, als auch für andere Kanäle und Systeme – uns war bereits damals klar, dass wir die Daten aus dem PIM-System an vielen weiteren Stellen nutzen wollten. Darüber hinaus war uns die Flexibilität des Datenmodells wichtig, damit das Management und Handling der Daten unsere individuellen Anforderungen berücksichtigt.

Auch wenn sich diese grundlegenden Anforderungen im Laufe der Jahre nicht verändert haben, wurden sie zweifellos durch andere Projekte beeinflusst – sei es die Website und der Online-Shop, die Einführung in weiteren Ländern oder die Migrationsphase beim Übergang zur neuen Version von Syndigo.

Wir haben viel Zeit investiert, um eine solide Datenbasis zu schaffen. Jetzt und in Zukunft müssen wir sicherstellen, dass wir diese Daten effektiv nutzen – nicht nur in unserem eigenen Kontext, sondern auch, um flexibel auf die aktuellen Anforderungen des Marktes reagieren zu können.

Christian Renz

Christian Renz arbeitete bereits während seines Informatikstudiums im Projektmanagement. Er ist seit 15 Jahren bei Beiersdorf beschäftigt und begleitet seit neun Jahren Marketingprojekte auf IT-Seite.

Christian Renz

Die Herausforderung

Ineffiziente Prozesse, ein inkonsistenter Markenauftritt und fehlende Transparenz bei den relevanten Produktinformationen gaben den Anstoß für das PIM-Projekt. Für Beiersdorf war zu diesem Zeitpunkt klar, dass Ziele wie die Umsetzung der Website- und Online-Shop-Projekte ohne ein zentrales Produktdatenmanagement nicht zu erreichen waren. Ein erster Schritt war die Auswahl der richtigen Lösung, die die notwendige Integrationsfähigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität mitbringt. Die kontinuierliche Weiterentwicklung, vor allem im Hinblick auf Datenqualität, Benutzerfreundlichkeit und die Anbindung weiterer Kanäle, bildet den Rahmen für ein kontinuierliches PIM-Programm, das auf den effektiven Einsatz der zentral verwalteten Daten abzielt.

Die Lösung

Die Freiheit in der Datenmodellierung, die das Syndigo PIM bietet, war ausschlaggebend für die erfolgreiche Umsetzung einer echten Single Source of Truth für sämtliche Länder und Marken. So können heute nicht nur alle Produktdaten unternehmensweit in einem einzigen System verwaltet und gepflegt werden, auch der Zugriff durch unterschiedliche Teams und die Ausleitung in mehr als 200 Ausleitungskanäle ist damit problemlos möglich. Zum Erfolg des Projekts trug auch die Organisation bei: Während auf Seiten Beiersdorf eine enge Zusammenarbeit von IT und Business stattfand, profitierte das Projekt ausserdem von der sehr engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit von Advellence mit Riversand, beziehungsweise Syndigo.

Das Projekt

Bei der Auswahl wurde zunächst eine Marktrecherche durchgeführt, um die relevanten Kandidaten herauszufiltern. Für die Umsetzung des Referenzfalls wurden sowohl der jeweilige Softwareanbieter als auch der vom Anbieter vorgeschlagene Integrationspartner eingeladen, wobei sich am Ende Syndigo und Advellence durchsetzten. Das Projekt startete mit dem Ziel, die NIVEA-Website für Deutschland mit Produktinformationen aus dem Syndigo PIM zu versorgen. Danach folgten die anderen Länder, und im nächsten Schritt wurden auch die weiteren Marken in das System aufgenommen.

Eine Herausforderung war die Umwandlung des Syndigo-Systems in eine echte Cloud-native SaaS-Lösung, die für alle Beteiligten einen hohen Aufwand und auch ein gewisses Risiko bedeutete. Dennoch war den Projektverantwortlichen klar, dass die Migration in die Cloud im Rahmen der Cloud-First-Strategie der einzig richtige Weg war.

Sowohl der Veränderungsprozess bei Beiersdorf als auch die Einführung einer starken Data Governance zur Sicherung der Datenqualität wurden dank des sofort spürbaren Mehrwerts für alle Nutzer erfolgreich umgesetzt und werden auch in Zukunft im Fokus bleiben.

Die Vision

Neben der weiteren Optimierung von Data Governance und Datenqualität stehen die Integration des PIM in relevante Systeme und Kanäle zum Beschaffen, Aufbereiten und Verteilen von Produktdaten sowie die Automatisierung von Prozessen im Vordergrund. Damit soll unter anderem eine umfassende Prozesssteuerung für den gesamten Produktlebenszyklus geschaffen werden, um Transparenz und einen einheitlichen Status zu erreichen.

Als erfahrener Digitalisierungspartner für Unternehmen unterschiedlichster Grössen und Branchen unterstützt Advellence Organisationen bei der nachhaltigen Entwicklung ihrer Digitalisierungsstrategie auf Basis ihrer bestehenden IT-Landschaft und Prozessstruktur und steht mit grossem fachlichen und technischen Know-how sowohl beratend als auch bei der Umsetzung und Integration von Systemen, Daten und Prozessen an ihrer Seite.

Mit dem starken und wachsenden Netzwerk an Technologiepartnerschaften findet Advellence die ideale Lösung für jede Ausgangslage – vom Daten- und Informationsmanagement über Modern Work-Lösungen bis hin zu Data & Analytics-Szenarien, die Unternehmen den notwendigen Wettbewerbsvorsprung sichern.

Advellence vernetzt all Daten miteinander, damit sie Geschichten erzählt werden können. Die technische Finesse ist ihr Handwerk, die Projektumsetzung ihre Leidenschaft. Beratung, Technologieauswahl, Implementierung, Entwicklung und Integration: Bei Advellence bekommen Sie alles aus einer Hand – mit dem Advantage of Excellence.